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SZ-Magazin:
Es muss ziemlich lange her sein, dass Sie sich zum letzten Mal
gesehen haben, oder?
Maria Persson:
Das war ungefähr
1977. Ich besuchte damals in Malmö die Schauspielschule. SZ-Magazin:
Und seitdem hatten Sie überhaupt keinen Kontakt mehr? Pär
Sundberg:
Nein. Ich wusste nicht, wie ich Maria hätte erreichen sollen, sie
war von der Bildfläche verschwunden. Gelegentlich haben mich
Reporter nach ihrer Nummer gefragt, da konnte ich nur mit den
Schultern zucken. Nie hätte ich geahnt, dass du dich all die Jahre
auf Mallorca versteckt hast! Warum bist du eigentlich hier
runtergezogen? Maria
Persson:
Natürlich wegen eines Mannes. 1980 habe ich in Stockholm einen
Spanier kennen gelernt, und als der zurück in seine Heimat gegangen
ist, bin ich mitgekommen. Pär
Sundberg:
Seid ihr noch zusammen? Maria
Persson:
Nein, nein, schon lange nicht mehr. Mit einem anderen Mann, dem
Vater von meinem Sohn Oskar, habe ich später eine Bar in Palma
aufgemacht.
Pär Sundberg:
Und was machst Du heute?
Maria Persson:
Wir haben uns getrennt, mussten die Bar verkaufen und ich wusste
nicht, wie es weitergehen soll. Also habe ich einen Job als
Altenpflegerin angenommen - in Schweden hatte ich schließlich mal
eine Ausbildung zur Krankenschwester gemacht.
SZ-Magazin:
Als was arbeiten Sie
denn, Herr Sundberg? Pär
Sundberg:
Ich leite eine
Instore-Marketing-Firma in Malmö, wir organisieren
Promotion-Aktionen in Kaufhäusern und Supermärkten.
SZ-Magazin:
Keiner von Ihnen ist Schauspieler geworden. Warum nicht?
Pär Sundberg:
Ich wollte das nie, hatte auch nicht genug Talent. Außerdem war ich
schon mit 13 ausgebrannt.
Maria Persson:
Dass es bei mir nicht
geklappt hat, hängt wohl damit zusammen, dass ich zu bekannt in
meiner Rolle als Annika war. Keinem von uns ist es gelungen, diese
Prominenz abzuschütteln.
Auch Inger Nilsson nicht, die damals die Pippi gespielt hat.
Pär Sundberg:
Stimmt. Im Gegensatz
zu uns ist Inger Schauspielerin geworden, doch es ist sehr schwer
für sie, Rollen zu bekommen. Für die meisten Leute wird sie immer
die Pippi bleiben - sie hat schließlich noch das gleiche Gesicht
wie früher. Das muss so frustrierend sein: Du stehst auf der Bühne
und spielst ein Stück von Shakespeare, und hinterher fragen dich
die Reporter, was damals in der Villa Kunterbunt los war.
SZ-Magazin:
Aber es ist doch auch ein Kompliment, dass sich so viele Menschen an
die alten Filme erinnern. Sie drei waren nun mal sehr gut als Pippi,
Tommi und Annika ...
Pär Sundberg:
Vielen Dank. Aber ich
war auf jeden Fall der Schlechteste. Ich war total steif, habe mich
unwohl gefühlt vor der Kamera.
Maria Persson:
Nein, nein. Das
stimmt überhaupt nicht.
Pär Sundberg:
Doch, ich war nie ein
guter Schauspieler. Ich bin ja auch als Letzter zum Team gekommen.
Ich war die Notlösung.
SZ-Magazin:
Wie ging das damals vor sich? Haben sich viele Kinder für die
Rollen beworben?
Maria Persson:
Oh, das war eine
Riesensache in Schweden. An meiner Schule wurde eine Zeit lang über
nichts anderes geredet - jedes Mädchen wollte natürlich die Pippi
sein. Für diese Rolle hat die Filmfirma letzten Endes über 8.000
Bewerberinnen gecastet. Ich selber habe mich auch zuerst als Pippi
beworben. Aber dann haben sie Inger gefunden und es war klar, dass
es keine bessere Pippi geben kann.
Pär Sundberg:
Ich bin nur durch
Zufall entdeckt worden, weil ich im Theater Ballett getanzt habe.
Nachdem sie viele Tommis gecastet und nicht den Richtigen gefunden
hatten, haben sie schließlich mich genommen. Nicht weil ich so gut
war, sondern weil ich das Team ganz gut ergänzte.
SZ-Magazin:
Ist Ihnen das Schauspielern schwer gefallen?
Maria Persson:
Überhaupt nicht.
Pär Sundberg:
Maria liebte das
Scheinwerferlicht, sie wollte gesehen werden.
Maria Persson:
Gerade am Anfang war
es sogar sehr einfach. Wir hatten keinen Schauspielunterricht, auch
kein Sprechtraining oder dergleichen, wir haben einfach
drauflosgespielt. Alles war neu und aufregend und hat großen Spaß
gemacht.
Pär Sundberg:
Nur dieser Affe hat
genervt. Herr Nilsson musste uns auf der Schulter festgebunden
werden, weil er sonst abgehauen wäre. Das hat ihm natürlich nicht
gepasst, deshalb hat er uns gelegentlich geschlagen oder an den
Haaren gezogen. Und leider hat er nicht Bescheid gesagt, wenn er mal
musste.
SZ-Magazin:
Mit dem Pferd Kleiner Onkel gab es bestimmt keine Probleme. Das
sieht so sanft aus ...
Pär Sundberg:
Ja, das ist
schließlich auch mit Beruhigungsmitteln behandelt worden.
SZ-Magazin:
Haben der zweite und dritte Film noch genauso viel Spaß gemacht wie
der erste?
Maria Persson:
Als wir älter
wurden, mit elf oder zwölf, wurde es immer schwieriger, diese
Natürlichkeit beizubehalten.
Pär Sundberg:
Wissen Sie, wir
hatten fast keine Privatsphäre. Ständig standen wir im
Mittelpunkt, mussten lächeln, hatten tausend Leute um uns herum.
Und überall, wo wir hinkamen, waren die Medien schon da - wir waren
wie ein reisender Zoo.
Maria Persson:
Das stimmt, aber im
Großen und Ganzen hatten wir eine tolle Zeit. Allein, dass wir
nicht zur Schule gehen mussten.
SZ-Magazin:
Das klingt ja toll!!
Pär Sundberg:
Moment mal. Während
der Dreharbeiten hatten wir eine Gouvernante, die zugleich unsere
Lehrerin war. Gunilla hat schon darauf geachtet, dass wir genug
lernen. In den Drehpausen mussten wir Schulbücher lesen, abgefragt
hat sie uns, während sich irgendjemand ums Make-up kümmerte.
SZ-Magazin:
Aber Sie hatten trotzdem mehr Freiheiten als normale Kinder.
Pär Sundberg:
An den Wochenenden
kam ich nach Hause, mit Flugzeug und Taxi. Meine Eltern sagten:
"Wir essen jetzt", und ich erwiderte: "Nein, ich gehe
lieber ins Restaurant." Da war ich gerade zehn Jahre alt. An
diesen Wochenenden hatte ich nicht wirklich das Gefühl, zu meiner
Familie zu kommen. Maria war mir näher als mein eigener Bruder,
unser Verhältnis war sehr eng.
SZ-Magazin:
Das zu Inger Nilsson nicht?
Maria Persson:
Pär und ich hatten
ein engeres Verhältnis. Vielleicht, weil wir im Film Geschwister
waren. Inger stand ein bißchen abseits.
Pär Sundberg:
Maria und ich kamen
aus Stockholm und Malmö, Inger dagegen aus der Provinz. Sie war
sehr unsicher und schüchtern.
SZ-Magazin:
Tatsächlich? Im Film, als Pippi, wirkte sie doch wahnsinnig
selbstbewußt!
Pär Sundberg:
Inger war im Film die
Erwachsene. Wir waren die Erwachsenen im richtigen Leben. Im
Vergleich zu uns war sie wirklich sehr brav. Während Maria und ich
uns freuten, nicht zu Hause sein zu müssen ...
Maria Persson:
... hatte Inger immer
großes Heimweh und rief häufig ihre Eltern an. Manchmal hat sie
uns sogar verpetzt, das war nicht so nett. Und auf dem Set hatte sie
regelmäßig Nervenzusammenbrüche: Wenn ihr etwas nicht passte oder
wenn sie unsicher war, fing sie zu weinen an und versteckte sich in
irgendeiner Ecke. Jemand musste sie trösten, bevor wir
weiterarbeiten konnten.
Pär Sundberg:
Uns hat die Filmcrew
ganz anders behandelt. Maria und ich hatten viele Freiheiten und wir
haben sie auch genutzt.
SZ-Magazin:
Wozu?
Maria Persson:
Pär und ich hatten
eine Zeit lang zum Beispiel die Angewohnheit, morgens um fünf durch
Stockholm zu laufen.
Pär Sundberg:
Wir fanden das Leben
der Erwachsenen eben sehr interessant und spionierten ihnen manchmal
nach. Erinnerst du dich noch an die Zeit auf Barbados?
Maria Persson:
Na klar!
SZ-Magazin:
Dort haben Sie bestimmt Pippi in Taka-Tuka-Land gedreht.
Pär Sundberg:
Ja, und wir hatten
eine verrückte Zeit. Wir durften Wein trinken und waren die meiste
Zeit uns selbst überlassen, denn das gesamte Team feierte praktisch
rund um die Uhr. Als Kinder haben wir wahrscheinlich noch nicht mal
die Hälfte von dem mitbekommen, was wirklich abgegangen ist. Aber
das, war wir gesehen haben, war schon interessant genug.
SZ-Magazin:
Wovon sprechen Sie?
(... Pär und Maria
unterhalten sich eine Weile kichernd auf Schwedisch ....)
Maria Persson:
Das verraten wir
lieber nicht.
Pär Sundberg:
Mein Vater wäre
bestimmt ziemlich sauer. Der war nämlich auch mit auf Barbados.
SZ-Magazin:
Sie beide haben also auf den Putz gehauen und Inger saß im Hotel
und hat geschmollt.
Pär Sundberg:
Für sie war es nicht
schön, von unseren Aktionen ausgeschlossen zu sein. Manchmal kam es
zum Streit - ziemlich übel, weil wir ja ein Team waren und am
Montagmorgen wieder vor der Kamera harmonieren mussten. Es spricht
für Ingers schauspielerische Leistung, finde ich, dass sie als
Pippi trotz mancher Reibereien immer herausragend war.
Maria Persson:
Ja, sie war sehr gut.
Pär Sundberg:
Du warst genauso gut!
Du hattest eindeutig den schwierigeren Job als ich. Tommi war
lebendig und draufgängerisch - das ist nicht schwer zu spielen.
Doch auf natürliche Art schüchtern zu wirken, so wie du, das ist
sehr schwer.
SZ-Magazin:
Haben Sie sich manchmal gewünscht, so aufzuwachsen wie all die
anderen Kinder?
Pär Sundberg:
Das nicht, aber die
Filmerei hatte natürlich auch negative Seiten. Ich hatte Probleme,
mich wieder ins normale Familienleben einzufügen, als ich nach
Hause kam. Ich war 13, fühlte mich aber viel älter.
Maria Persson:
Wenn du ein Teenager
bist, möchtest du genauso sein wie alle anderen. Es ist total
unangenehm, ständig angegafft zu werden. Ich erinnere mich an eine
Klassenfahrt, die wir gemacht haben, in ein Dorf, ewig weit von
Stockholm entfernt. Die Lokaljournalisten hatten Wind davon
bekommen, dass ich zu Besuch komme, und haben mich schon mit
gezückter Kamera erwartet. Furchtbar war das! Wir konnten unserer
Bekanntheit nicht entfliehen.
SZ-Magazin:
Sie waren damals richtige Stars.
Pär Sundberg:
Das kann man wohl
sagen. In Schweden kannte fast jeder unsere Gesichter und auch in
vielen anderen Ländern waren wir berühmt.
SZ-Magazin:
Sie wurden von den Fans bestürmt.
Pär Sundberg:
Wenn ich Samstag von
den Dreharbeiten nach Hause kam, klingelte bei uns sofort das
Telefon - lauter zehnjährige Mädchen, die sich mit mir treffen
sollten.
Maria Persson:
Wir haben Tausende
von Briefen aus aller Welt bekommen. Viele waren einfach adressiert
an "Annika, Schweden".
Pär Sundberg:
öffentliche
Werbeauftritte mussten wir auch absolvieren, einmal zum Beispiel im
größten Kaufhaus von Stockholm. Zu diesem Zweck wurde die ganze
Straße abgesperrt. Wir hatten unsere Filmkostüme an und ritten zu
dritt auf dem Pferd ins Kaufhaus hinein. Die Fans kreischten wir
verrückt, wie damals bei den Beatles.
Maria Persson:
Auch Jahre nach dem
letzten Film haben wir noch solche Auftritte gemacht. In Holland zum
Beispiel flogen wir im Hubschrauber von Stadt zu Stadt und wurden
jedes Mal von mehreren tausend Leuten empfangen. Wir ritten an
jubelnden Menschenmengen vorbei und mussten ständig Autogramme
geben. Es war wirklich ein Riesenhype.
Pär Sundberg:
Diese Promotion-Jobs
waren übrigens die letzten gemeinsamen Aktivitäten von uns dreien.
Danach haben wir uns aus den Augen verloren. Wir sind wie Bruder und
Schwester aufgewachsen, dann hieß es plötzlich: "Und
tschüs!" Das passte nicht.
Maria Persson:
Wir waren einfach zu
jung, Pär.
SZ-Magazin:
Die Filme, die Fans, die Berühmtheit - ist Ihnen das nicht zu Kopf
gestiegen?
Pär Sundberg:
Sicher. Wir hatten
ein sehr seltsames Leben: Wir waren noch Kinder und waren doch nicht
wie Kinder. Wir sind definitiv schneller und anders aufgewachsen,
mit der Folge, dass wir ziemlich komische Typen geworden sind,
Leute, die kein Durchschnittsleben führen können.
SZ-Magazin:
Wie meinen Sie das?
Maria Persson:
Ich bin nicht
verheiratet, Pär ist nicht verheiratet, Inger ist nicht
verheiratet. Ich bin die Einzige, die ein Kind hat.
SZ-Magazin:
Na und? Was hat das mit der Schauspielerei zu tun?
Pär Sundberg:
Durch die frühe
Trennung von der Familie haben wir sehr schnell gelernt,
selbständig zu sein. Die viele Aufmerksamkeit, die Tatsache, dass
wir immer im Mittelpunkt standen, hat andererseits dazu geführt,
dass wir leicht die Bodenhaftung verlieren. Wir sind alle sehr
starke Persönlichkeiten geworden, individualistisch und
selbstbezogen - und nicht gerade gut darin, andere Menschen zu
akzeptieren. Eine Folge davon ist die Einsamkeit.
SZ-Magazin:
Trotz der vielen Fans und der anderen Leute, die Sie kennen lernen
wollten?
Pär Sundberg:
Mit 14, 15 ist mir
das total auf die Nerven gegangen. Dann habe ich meine Vorteile bei
den Frauen ausgenutzt - ich müsste lügen, wenn ich das bestreiten
wollte. Es gab Frauen, die mich heiraten wollten, aber ich wollte
mich nicht binden.
SZ-Magazin:
Hat Pippi heute noch Einfluss auf Ihre Leben?
Maria Persson:
Ohne Pippi wäre ich
verheiratet und hätte fünf Kinder!
Pär Sundberg:
Es lässt uns nicht
los, es wir uns nie loslassen. Das Ganze ist ewig her, wir haben
danach nie wieder geschauspielert - wir sind nur Ex-Irgendwas. Aber
die Geschichte ist immer noch präsent, bei den Leuten ebenso wie
bei uns selbst. Warum sonst würden wir uns denn heute unterhalten?
Maria Persson:
Hier in Spanien
läuft die alte Serie regelmäßig im Fernsehen. Mein Sohn verpasst
keine Folge. Aber anderen Leuten erzähle ich nie, dass ich die
Annika war. Und trotzdem kommt es immer raus. Wenn du irgendwo zu
arbeiten anfängst, erfährt es durch irgendeinen Zufall jemand -
und nach ein paar Tagen weiß es jeder.
Pär Sundberg:
Erst letzte Woche bin
ich in einem Restaurant von der Kellnerin angesprochen worden:
"Sind Sie der ... ist das wirklich wahr ... habe alle Filme
gesehen ..." Es ist immer dasselbe. Es kommt immer raus. Jetzt
ist das in Ordnung, aber früher war das ein Problem für mich.
Maria Persson:
Für mich ist es eher
ein Problem, dass alle Leute denken, dass ich sehr reich sei. Die
Wahrheit ist: Die Filmfirma hat das ganz große Geld gemacht und
macht es immer noch. Aber wir bekommen davon keine einzige Krone.
SZ-Magazin:
Sind Sie wenigstens damals angemessen bezahlt worden?
Pär Sundberg:
Ganz und gar nicht.
Wir waren die Stars, doch wir wurden mit einem lächerlichen
Taschengeld abgespeist. Nach dem Erfolg des ersten Films haben
unsere Väter deshalb versucht, höhere Gagen auszuhandeln.
Maria Persson:
Und wissen Sie, was
passiert ist? Die Firma hat gedroht, uns gegen andere Kinder
auszutauschen! Also machten wir weiter. Manchmal denke ich, wir
sollten einen Anwalt einschalten oder zumindest den Leuten
erzählen, wie man uns betrogen hat. Aber in Schweden ist es
verpönt, über Geld zu reden - es muss reichen, berühmt zu sein.
Doch wenn man 42 ist, reicht das nicht mehr.
SZ-Magazin:
Warum ist Pippi Langstrumpf immer noch so beliebt?
Maria Persson:
Pippi macht sich
über Eltern, Lehrer und Polizisten lustig - praktisch über alle
Erwachsenen und Autoritäten. Das kommt an, obwohl die Filme
technisch gesehen mittlerweile ziemlich veraltet sind.
Pär Sundberg:
Ja, das ist das
große Verdienst von Astrid Lindgren: Sie hat positive Helden und
Heldinnen geschaffen, die ihr eigenes Ding machen. So lernen Kinder,
Situationen zu hinterfragen, eigenständig zu denken und ihr Leben
irgendwann selbst in die Hand zu nehmen.
SZ-Magazin:
Haben Sie Frau Lindgren damals persönlich kennen gelernt?
Maria Persson:
Oh ja! Sie war
genauso, wie man sie sich vorstellt. Ein toller Mensch, sehr
warmherzig und sehr nett zu uns Kindern.
Pär Sundberg:
Vor ein paar Jahren
habe ich sie wieder getroffen. Irgendeine Sondersendung im
Fernsehen, Inger war auch da. Das war übrigens so ein Moment,
Maria, wo alle nach dir gefragt haben - und keiner die leiseste
Ahnung hatte, wo du steckst.
Maria Persson:
Nun, jetzt ist das
Geheimnis gelüftet.
Pär Sundberg:
Ja, und das wird eine
Menge Leute interessieren.
Maria Persson:
Wieso? Wen denn?
Pär Sundberg:
Pass mal auf, was bei
dieser Sendung passierte. Inger erzählte irgendwann, dass sie
gerade in Malmö Theater spielen würde. Der Moderator sagte:
"In Malmö? Herr Sundberg wohnt doch in Malmö! Dann können
Sie sich ja treffen." Ich sagte ja, warum nicht, und so
haben wir uns vor laufender Kamera verabredet. Ich hatte allerdings
vergessen, dass ich am selben Abend schon eine andere Verabredung
hatte, so ließ ich das Treffen mit Inger platzen. Ich bekam also
Besuch, wir saßen in meiner Wohnung - und gegen neun begann das
Telefon zu klingeln: "Hier ist die Zeitung X, wir wollten nur
mal fragen ..." "Hier ist Zeitung Y, wir haben gehört
..." Der Apparat stand den ganzen Abend nicht mehr still - als
ob das Treffen zwischen Inger und mir eine Staatsaffäre wäre.
SZ-Magazin:
Heute sind Sie dagegen völlig ungestört.
Maria Persson:
So? Aber Sie sind
doch noch da!
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